electrofield

English


Six Musicians Perform beside a Wind Turbine in a Six-Hour Open- Air Sound Happening

16 August 2026 · 14:00 · Ense, North Rhine-Westphalia, Germany

On 16 August 2026, starting at 14:00, six musicians will perform beside a wind turbine at an active wind farm near Ense, North Rhine-Westphalia, Germany, in a six-hour site-specific performance.

Presented by Experimental Field, electrofield is a project by Andrey Guryanov and Grisha Mumrikov, produced in collaboration with In Situ Art Society e.V. and Abstand, with the support of Musikfonds e.V. and Schlösser & Söbbeler OHG.


PERFORMERS


Andrey Guryanov (Berlin) – Electronics

Alexander Markvart (Berlin) – Objects, Elektronics

Georgios Mizithras (Athen) – Elektronics

Grisha Mumrikov (Köln) – Clarinet, Bass Clarinet

Sue Schlotte (Darmstadt) – Cello

Darya Zvezdina (Berlin) – Elektronics, Voice


The wind turbine, aside from being a remarkable sound object in its own right, changes speed and direction in response to weather conditions and energy demand. It is also a reminder of the fragility of our climate and energy systems, making audible the complex relationship between natural forces, technology and human activity.

The performance invites a different mode of listening. It evokes the structure of a ritual or a vigil, offering time to attend to an energy infrastructure that is usually perceived only through its function.

There is no precomposed score, no fixed structure and no scheduled intermission. Each participant decides when to engage or disengage, to stay attentive or drift into their own thoughts — whether musician or guest — shaping a sonic flow that is unique each time. The six-hour duration is essential to this openness: it allows the performance to unfold through changing weather, the movement of the turbine and the musicians' shifting decisions, rather than simply extending its duration. The work continuously changes as environmental conditions and human responses evolve.

Visitors are welcome to stay for the entire performance or arrive and leave at any point, experiencing different moments within this continuously changing relationship between performers, wind turbine and landscape.

electrofield

Deutsch


Sechs Musiker:innen treten neben einer Windkraftanlage in einem sechsstündigen Open-Air-Klanghappening auf.


Am 16. August 2026 um 14 Uhr werden sechs Musiker:innen neben der Windkraftanlage bei Ense-Höingen (NRW) eine sechsstündige ortsspezifische Performance präsentieren. „electrofield“ ist ein Projekt von Andrey Guryanov und Grisha Mumrikov, veranstaltet von der Künstlerplattform Experimental Field und realisiert in Zusammenarbeit mit der In Situ Art Society e. V., Abstand und Schlösser & Söbbeler OHG. Gefördert wird das Projekt vom Musikfonds e.V. mit den Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.


Mitwirkende:


Andrey Guryanov (Berlin) – Elektronik

Alexander Markvart (Berlin) – Objekte, Elektronik

Georgios Mizithras (Athen) – Elektronik

Grisha Mumrikov (Köln) – Klarinette, Bassklarinette

Sue Schlotte (Darmstadt) – Violoncello

Darya Zvezdina (Berlin) – Elektronik, Gesang


Die Windkraftanlage ist ein außergewöhnliches Klangobjekt an sich. Ihre Geschwindigkeit und Ausrichtung verändern sich in Abhängigkeit von Wetterbedingungen und Energiebedarf. Zugleich erinnert sie an die Fragilität unserer Klima- und Energiesysteme und macht die komplexe Beziehung zwischen Naturkräften, Technologie und menschlichem Handeln hörbar.


Die Performance lädt zu einer anderen Form des Zuhörens ein. Sie greift die Struktur eines Rituals oder einer Nachtwache auf und eröffnet Zeit, einer Energieinfrastruktur Aufmerksamkeit zu schenken, die gewöhnlich nur über ihre Funktion wahrgenommen wird.


Es gibt keine vorgefertigte Partitur, keine feste Struktur und keine geplante Pause. Jede teilnehmende Person entscheidet selbst, wann sie sich einbringt oder zurückzieht, aufmerksam bleibt oder den eigenen Gedanken nachgeht – ob als Mitwirkende oder als Gast – und gestaltet so einen Klangfluss, der jedes Mal einzigartig ist.


Die Dauer von sechs Stunden ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Offenheit. Sie ermöglicht es der Performance, sich durch wechselnde Wetterbedingungen, die Bewegung der Windkraftanlage und die sich verändernden Entscheidungen der Musiker:innen zu entfalten, anstatt ihre Dauer lediglich zu verlängern. Das Werk verändert sich fortlaufend, während sich Umweltbedingungen und menschliche Reaktionen entwickeln.

Besucher:innen können während der gesamten Performance bleiben oder jederzeit kommen und gehen und so unterschiedliche Momente dieser sich kontinuierlich wandelnden Beziehung zwischen den Musiker:innen, der Windkraftanlage und der Landschaft erleben.